Contao (Teil 5): Perfekte Dateiverwaltung

Webseiten bestehen natürlich nicht nur aus Text. Als Seitenbetreiber hat man es vielmehr auch mit PDF-Dateien, Grafiken und anderen Dokumenten zu tun. Erfahrt in diesem Tutorial, wie sich Dateien auf den Server laden und mittels Contao verwalten lassen.

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Um es vorwegzunehmen: Viele der in diesem Tutorial beschriebenen Dinge lassen sich so natürlich auch direkt per FTP umsetzen. Allerdings ist die Arbeit mit Contao oftmals komfortabler. Was aber sicherlich noch mehr für den Weg mit Contao spricht: Man hat eben nicht immer die notwendigen FTP-Daten zur Hand bzw. darf man auch nicht immer den FTP-Account nutzen.

Für die Arbeit mit Dateien stellt Contao über System>Dateiverwaltung das zentrale Mittel zur Verfügung.

 

Hierüber lässt sich die Verzeichnisstruktur anpassen, man kann Dateien auf den Server laden, diese verwalten und natürlich auch wieder löschen.

Die Dateiverwaltung selbst ist standardmäßig auf das Verzeichnis files beschränkt.

Dadurch wird die Sicherheit des Systems erhöht. Das Verzeichnis lässt sich zwar anpassen, was allerdings nicht unbedingt ratsam ist.

 

Bevor man sich an die Arbeit mit den Dateien macht, sollte die Grundkonfiguration überprüft und ggf. angepasst werden. Ruft dazu System>Einstellungen auf. Interessant ist in dieser Übersicht zunächst der Bereich Datei-Uploads.

 

Hierüber lässt sich der Upload der Dateien konfigurieren. Das Verzeichnis würde ich – wie bereits beschrieben – tatsächlich auf files stehen lassen. Im Feld Erlaubte Upload-Dateitypen kann man festlegen, welche Art von Dateien hochgeladen werden darf. Standardmäßig sind die folgenden Typen erlaubt.

jpg, jpeg, gif, png, ico, csv, doc, docx, xls, xlsx, ppt, pptx, odt, ods, odp, pdf, mp3, mp4, m4a, m4v, webm, ogg, wma, wmv, ram, rm, mov, fla, flv, swf, css, js, html, htm, txt, zip, rar, 7z, cto

Versucht man, einen anderen Dateityp hochzuladen, gibt es eine entsprechende Fehlermeldung.

Die Liste kann bei Bedarf natürlich um die gewünschten Dateitypen erweitert werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Feld Maximale Upload-Dateigröße. Denn hierüber kann man festlegen, wie groß die Dateien maximal sein dürfen, die man auf den Server lädt. Standardmäßig ist hier ein Wert von 2048000 Bytes angegeben, was knapp 2MB entspricht. Der Wert ist natürlich beliebig anpassbar.

 

Die Verzeichnisstruktur

Wenn man gleich wild loslegt und einfach so Dateien auf den Server lädt, wird das mit der Zeit unübersichtlich. Daher sollte man sich im Vorfeld Gedanken über eine Verzeichnisstruktur machen, die dann idealerweise auch noch die Anforderungen der zukünftigen Entwicklung der Webseite mit abdeckt.

Die momentane Verzeichnisstruktur könnt ihr euch unter System>Dateiverwaltung ansehen.

 

Um ein weiteres Verzeichnis anzulegen, klickt man auf Neuer Ordner. Im nächsten Schritt muss die Position des neuen Verzeichnisses angegeben werden. Entscheidend ist dafür der Pfeil. Bei dieser Positionierung handelt es sich übrigens um ein ganz typisches Contao-Merkmal.

Klickt auf den Pfeil, an dessen Position ihr das Verzeichnis platzieren wollt. Soll das auf der obersten Ebene geschehen, muss man auf den Pfeil neben Dateisystem klicken.

Im nächsten Schritt werden einige allgemeine Angaben zum neuen Verzeichnis erwartet. In jedem Fall muss man jedoch einen Verzeichnisnamen angeben. Die übrigen Einstellungen wie Meta-Informationen und Sprache sind hingegen freiwillig. Mit Speichern und schließen werden die Einstellungen übernommen. Auf diese Weise lässt sich die Verzeichnisstruktur nach und nach aufbauen.

 

Nachträgliche Änderungen an dieser Struktur sind übrigens ganz einfach möglich. Tatsächlich lassen sich nämlich Verzeichnisse beliebig verschieben. Klickt dazu bei dem Verzeichnis, das verschoben werden soll, auf den blauen Pfeil.

Anschließend könnt ihr die neue Position des Verzeichnisses bestimmen, wobei dann wiederum das bereits vorgestellte Prinzip der Pfeile greift. Das gewählte Verzeichnis wird anschließend – übrigens mitsamt seinem Inhalt – an die gewählte Stelle verschoben.

Soll ein Verzeichnis umbenannt werden, ist das ebenfalls möglich. Klickt dazu auf das Stiftsymbol bei dem Verzeichnis und passt den Namen an.

Wird ein Verzeichnis nicht mehr benötigt, kann man es über das rote Kreuz löschen.

 

Dateien hochladen

Nachdem die Verzeichnisstruktur steht, kann man sich ans Hochladen der Dateien in die jeweiligen Verzeichnisse machen. Auch hier natürlich wieder der Hinweis, dass das prinzipiell natürlich auch per FTP machbar wäre, an dieser Stelle aber der direkte Weg über Contao gezeigt wird.

Um Dateien hochzuladen, ruft man System>Dateiverwaltung>Datei-Upload auf. Wählt anschließend das Zielverzeichnis aus. Klickt nun auf Dateien auswählen. Jetzt könnt ihr eine oder mehrere Dateien auswählen. Eine Mehrfachauswahl ist dabei durch gleichzeitiges Gedrückthalten der Strg-Taste möglich.

Mit Dateien hochladen werden die Einstellungen übernommen. Nach dem Upload wird eine Erfolgsmeldung angezeigt, wenn alles geklappt hat.

 

Wenn ihr Bilder hochladet, werden diese ggf. angepasst, wenn sie größer sind, als unter System>Einstellungen>Datei-Uploads angegeben. Dort gibt es die beiden Felder Maximale Bildbreite und Maximale Bildhöhe. Sind die Bilder größer als dort notiert, werden sie automatisch verkleinert.

Wenn ihr anschließend wieder System>Dateiverwaltung aufruft und auf das Verzeichnis klickt, in welches die Dateien geladen wurden, bekommt ihr eine Listenansicht präsentiert.

 

Handelt es sich um Bilder, sind neben deren Namen auch die Größen und Abmessungen zu sehen. Zusätzlich wird eine kleine Vorschaugrafik angezeigt. Wer die Vorschaubilder nicht braucht – sie sorgen durchaus für eine etwas unruhige Ansicht –, ruft Benutzerverwaltung>Benutzer auf. Klickt bei eurem Benutzernamen auf das Stiftsymbol. Unter Backend-Einstellungen kann die Option Vorschaubilder anzeigen deaktiviert werden. Die Vorschaubilder sind somit verschwunden.

Bei "normalen" Dateien sind nur die Größe und der Name zu sehen. HTML-, CSS-Dateien usw. lassen sich übrigens direkt bearbeiten. Dazu klickt man das Symbol Die Datei "dateiname.xyz" bearbeiten an. Die betreffende Datei wird daraufhin in einem einfachen Quelltexteditor angezeigt.

 

Dateien synchronisieren

Contao registriert in der Datenbank alle Verzeichnisse und Unterverzeichnisse, die im Verzeichnis files angelegt werden. Dieses Prinzip ist äußerst praktisch. Hat man beispielsweise ein Bild in ein Inhaltselement eingefügt, benennt dieses dann aber um, bleibt die ursprüngliche Verknüpfung erhalten. Hier ist Contao im Vergleich zu vielen anderen Systemen klar im Vorteil. Benennt man dort nämlich ein Bild um, das in einen Artikel eingebunden wurde, ist es im Artikel tatsächlich nicht mehr zu sehen.

Der Abgleich zwischen files und der Datenbank funktioniert vollautomatisch. Das gilt allerdings ausschließlich dann, wenn die Dateien über das Contao-Backend hochgeladen wurden. Wer zur FTP-Variante greift, muss die Dateien synchronisieren. Dazu ruft man System>Dateiverwaltung auf und klickt auf Synchronisieren.

Der Ordner "files/music_academy" wurde gefunden
Der Ordner "files/music_academy/campus" wurde gefunden
Die Datei "files/music_academy/campus/campus_building.jpg" wurde gefunden
Die Datei "files/music_academy/campus/campus_hall.jpg" wurde gefunden
Die Datei "files/music_academy/campus/campus_library.jpg" wurde gefunden

Den Rest erledigt Contao dann vollautomatisch.

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