Contao (Teil 3): Das erste Mal im Backend

Die Installation habt ihr erfolgreich hinter euch gebracht. Jetzt geht es das erste Mal in den Administrationsbereich, also ins Backend der Seite. In diesem Tutorial lernt ihr die verschiedenen Bereiche des Backends kennen und seht, wie man grundsätzlich in und mit Contao arbeitet.

Wir empfehlen:
Contao CMS-Training

Um auf das Backend zuzugreifen, hängt man an den Aufruf des Frontends die Zeichenfolge contao an. Wurde das CMS also in das Verzeichnis contao installiert, sähe das folgendermaßen aus:

http://localhost/contao/contao

Daraufhin wird eine Login-Maske angezeigt.

 

Meldet euch hier mit der Kombination aus Benutzername und Passwort an, die ihr während der Installation vergeben habt. Aber Achtung: Das Backend ist gegen sogenannte Brute-Force-Attacken abgesichert. Gibt man drei Mal hintereinander falsche Zugangsdaten ein, wird man vom System für fünf Minuten gesperrt.

Stimmen die Zugangsdaten, seid ihr schon mitten drin im Backend.

 

Das Backend selbst ist sehr übersichtlich gestaltet und in verschiedene Bereiche unterteilt. Es gibt einen Info-, einen Navigations- und einen Arbeitsbereich. Den Infobereich sieht man direkt oben im Fenster.

Dieser gibt zunächst einmal Auskunft über die installierte Contao-Version. Zudem sind Links auf die Einstellungen des aktuell angemeldeten Benutzers, das Frontend, die Startseite und ein Abmelden-Link enthalten.

Klickt für die Grundkonfiguration des Systems auf den Namen des Benutzers. In dem sich öffnenden Dialogfenster lassen sich Backend-Sprache, Datei-Uploader, E-Mail-Adresse usw. anpassen. Habt ihr euch also beispielsweise während der Installation vertippt, lässt sich das an dieser Stelle korrigieren.

Die vorgenommenen Einstellungen müssen natürlich gespeichert werden. Dafür bietet Contao – übrigens abhängig von der geöffneten Seite – ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Am gebräuchlichsten sind aber zweifellos Speichern und Speichern und schließen. Wählt man Speichern, werden die Einstellungen gesichert, die aktuelle Seite bleibt aber geöffnet. Wird hingegen auf Speichern und schließen geklickt, speichert Contao die Inhalte ebenfalls, das aktuelle Dialogfenster wird allerdings geschlossen und man wird auf die übergeordnete Seite umgeleitet.

Der Navigationsbereich

Links ist der Navigationsbereich zu sehen.

 

Über den hat man Zugriff auf die verschiedenen Contao-Backend-Module. Standardmäßig sieht man dort die Modulkategorien Inhalte, Layout, Benutzerverwaltung, System und Entwickler-Tools. Selbstverständlich werden die einzelnen Module in dieser Reihe noch ausführlich vorgestellt.

Erfahrungsgemäß kann es sinnvoll sein, einige der Module auszublenden, was natürlich in erster Linie für solche Module gilt, die man nicht permanent benötigt. Ausblenden lassen sich die Module durch Anklicken der vorangestellten Minuszeichen.

Contao merkt sich die vorgenommenen Einstellungen übrigens. Ausgeblendete Module sind auch dann nicht zu sehen, wenn man sich vom Backend ab- und wieder angemeldet hat.

 

Der Arbeitsbereich

Worauf es letztendlich aber natürlich ankommt, ist der Arbeitsbereich. Denn hier nimmt man tatsächlich sämtliche Änderungen vor.

Klickt man also beispielsweise auf Inhalte>Artikel, öffnet sich der Arbeitsbereich. Und in eben jenem Arbeitsbereich kann man jetzt neue Artikel anlegen und diese mit Inhalten füllen.

Öffnet man den Arbeitsbereich erstmalig, wird darin noch nicht sonderlich viel zu sehen sein. Unter Systemnachricht könnt ihr ablesen, wann ihr euch zum letzten Mal am Backend angemeldet habt.

 

Tastaturkürzel verwenden

Eine der Besonderheiten von Contao ist zweifellos die Möglichkeit, mit Tastaturkürzeln zu arbeiten. Darauf wird man direkt nach der Backend-Anmeldung mittels eines kleinen Hinweises aufmerksam gemacht.

Wie Sie Ihren Arbeitsablauf durch die Verwendung von Tastaturkürzeln beschleunigen.

Das ist natürlich äußerst praktisch. Hier ein kurzer Überblick der wichtigsten Kürzel, die überall im Backend verfügbar sind:

Alt+h – Zur Startseite des Backends
Alt+q – Abmelden
Alt+f – Frontend-Vorschau
Alt+n – Neuen Datensatz anlegen

Im Bearbeitungsmodus sind diese Kürzel durchaus wichtig:

Alt+s – Entspricht Speichern
Alt+c – Entspricht Speichern und schließen

Die Tastaturkürzel funktionieren so leider nicht in allen Browsern. Im Firefox muss man beispielsweise zusätzlich die Shift-Taste drücken. Meldet man sich also zum Beispiel im Google Chrome mit Alt+q vom Backend ab, muss man dafür im Firefox die Tastenkombination Alt+Shift+q verwenden. (Wer das ändern will, muss die Firefox-Konfiguration anpassen. Stellt darin den Wert von UI.KEY.CONTENTACCESS auf 4).

 

Effektives Arbeiten

Im Laufe der Zeit werdet ihr natürlich immer mehr Daten im Backend anlegen. Das werden höchstwahrscheinlich Benutzer, Mitglieder, aber natürlich auch Artikel und Nachrichten sein. Contao hilft euch dabei, hier immer den Überblick zu bewahren.

Da wären zunächst die Filterfelder, die in den jeweiligen Dialogfenstern im oberen Fensterbereich angezeigt werden. Welche das letztendlich sind, hängt von der aufgerufenen Seite ab.

Über diese Filter könnt ihr explizit angeben, wonach die angezeigten Datensätze gefiltert werden sollen. Sehr schön zu sehen ist das bei Benutzerverwaltung>Mitglieder.

 

Hier könnt ihr beispielsweise über das Feld Ort angeben, dass nur solche Mitglieder aufgelistet werden, die aus einer bestimmten Stadt kommen. Zusätzlich bietet Contao auch jeweils noch eine entsprechende Suchfunktion auf fast allen Seiten an.

Hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch die "Blockbauweise" im Backend. Ruft, um diese zu sehen, die Seite System>Einstellungen auf.

 

Diese Seite enthält zahlreiche Optionen. Die enorme Anzahl wirkt auf den ersten Blick vielleicht erschreckend, zumindest aber unübersichtlich. Contao erlaubt es, ganz gezielt die einzelnen Bereiche in diesem Dialogfenster ein- und auszuklappen. Klickt dazu beispielsweise auf Titel der Webseite.

Daraufhin wird dieser Bereich eingeklappt. Auf diese Weise könnt ihr also alle nicht erwünschten Bereiche tatsächlich ausblenden. Will man die darin enthaltenen Optionen dann doch wieder sehen, klickt man den Titel des betreffenden Bereichs erneut an.

 

Icons als Hilfsmittel

Contao ist ein übersichtliches System, keine Frage. Unterstützt wird das auch durch zahlreiche Icons, die das CMS nicht zu technisch wirken lassen. Ihr werdet im Laufe der Zeit die Bedeutung der jeweiligen Icons natürlich von alleine kennenlernen. Grund genug also, hier keine langatmige Auflistung der Icons zu schreiben. Das ist übrigens auch gar nicht nötig.

Tatsächlich zeigt Contao nämlich entsprechende Tooltipps an. Ruft – um diese Funktionalität zu testen – die Seite System>Dateiverwaltung auf. Im Arbeitsbereich wird daraufhin eine stattliche Anzahl an Symbolen angezeigt. Zeigt mit dem Mauszeiger auf eines der Stiftsymbole. In dem daraufhin angezeigten Fenster ist zu sehen, welche Funktion sich hinter diesem Symbol verbirgt.

Auf diese Weise könnt ihr also – wenn euch die Bedeutung eines Symbols unklar sein sollte – ganz einfach sehen, wofür das jeweilige Symbol eigentlich da ist.

Wir empfehlen:
HTML5- & CSS3-Video-Training

Unsere Empfehlung für dich

Contao-CMS-Training

Contao-CMS-Training

Du willst deine eigene Website erstellen und administrieren?

  • Über 8 Stunden Video-Trainings zum beliebten CMS Contao
  • 40 Praxis-Lektionen in Text/Bild als PDF (über 470 Seiten)
  • Blog, Newsletter, Google Maps, Formulare, Suchmaschinenoptimierung, Benutzerverwaltung & Co.

Fazit: Deine eigene moderne Website mit anspruchsvollen Features kann kommen!

Zum Training