Contao (Teil 2): Die lokale Installation

Tutorials 21. Juni 2013 – 3 Kommentare

Ihr seid überzeugt von Contao? Dann kann es jetzt mit der Installation losgehen. Beschrieben wird das anhand einer Installation auf dem lokalen Rechner. Vorteil dieser Variante: Man kann Contao ungestört testen. Dieses Tutorial zeigt, welche Installationsvoraussetzungen erfüllt sein müssen, woher ihr die aktuellste Contao-Version bekommt und natürlich, wie sich Contao installieren lässt.

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Contao ist recht genügsam, was die Installationsvoraussetzungen anbelangt. Mehr als die folgenden Standarddinge sind tatsächlich nicht nötig.

• PHP 5.3.2 oder höher
• MySQL 4.1 oder höher
• GDLib
• SOAP

Diese Voraussetzungen sollte normalerweise jeder halbwegs vernünftige Webspace bieten. Bei einer lokalen Installation könnt ihr diese Dinge ganz einfach per XAMPP oder WAMP installieren. In diesem Tutorial wird davon ausgegangen, dass ihr bereits eine entsprechende Entwicklungsumgebung aufgesetzt hat. Wenn nicht, gibt es u.a. auch hier auf PSD-Tutorials.de entsprechende Anleitungen. Verwendet aber in jedem Fall eine aktuellere Version der genannten Pakete.

Damit Contao überhaupt installiert werden kann, wird eine Datenbank benötigt. Wer mit XAMPP arbeitet, kann diese ganz bequem über phpMyAdmin anlegen. Ruft dazu http://localhost/phpmyadmin auf. Entscheidend ist in dem sich öffnenden Dialogfenster im Register Datenbanken das Feld Neue Datenbank anlegen.

Tragt hier den Namen der Datenbank ein und bestätigt das mit Anlegen. Achtet darauf, in dem Namen der Datenbank weder Leer- noch Sonderzeichen zu verwenden.

Hier gibt es Contao

Damit ist das System für die Installation bereit. Ladet euch nun Contao von der Seite https://contao.org/de/ herunter. Folgt dort dem Link Herunterladen>Contao-Core. Bei Contao 3.x wird auf contao.zip geklickt.

 

Das heruntergeladene Archiv muss entpackt und dann an die passende Stelle auf dem Server gebracht werden. Ich gehe von folgender Struktur aus:

C:xampp

XAMPP wurde also direkt in das Verzeichnis C: im Verzeichnis xampp installiert. (Das ist übrigens auch die beste Variante, damit XAMPP problemlos und fehlerfrei läuft.) Innerhalb von xampp gibt es das Verzeichnis htdocs, welches das Wurzelverzeichnis der XAMPP-Umgebung darstellt. In dieses htdocs-Verzeichnis kopiert man das entpackte Archiv. Der Einfachheit halber solltet ihr das Contao-Verzeichnis (z.B. contao-3.0.6) direkt in contao umbenennen. Das macht dann auch den Aufruf im Browser angenehmer.

Die Verzeichnisstruktur sollte im Endeffekt folgendermaßen aussehen:

 

Gestartet wird die Installation durch den Aufruf der Seite http://localhost/contao/contao/install.php im Browser.

 

Wie üblich muss man zunächst die Lizenzvereinbarungen akzeptieren. In diesem Zusammenhang kommt es übrigens immer wieder zu Missverständnissen bzw. taucht eine Frage auf. Darf man Contao in kommerziellen Projekten nutzen oder nicht? Diese Frage lässt sich uneingeschränkt mit Ja beantworten.

Allerdings müssen sämtliche Copyright-Hinweise in den Core-Dateien und im Quellcode der Seite gemäß den Lizenzbestimmungen erhalten bleiben. Ausführliche Informationen zu diesem Thema gibt es unter https://contao.org/de/faq/darf-ich-contao-fuer-kommerzielle-projekte-verwenden.html.

Weiter geht es mit der Vergabe eines Passworts für das sogenannte Installtool.

 

Achtet darauf, dass das Passwort aus mindestens acht Zeichen bestehen muss. Mit Passwort speichern werden die Einstellungen übernommen. Contao generiert nun automatisch einen Schlüssel, der in der Datei localconfig.php gespeichert wird.

Wie bereits beschrieben, hinterlegt Contao sämtliche Daten in einer Datenbank. Und die Daten, um auf diese Datenbank zugreifen zu können, müssen nun angegeben werden.

 

Stellt zunächst den Datenbanktreiber ein. Meistens liegt man hier mit MySQLi richtig. Wenn sich auf Basis dieses Treibers keine Verbindung zur Datenbank herstellen lässt, gebt ihr MySQL an. In das Feld Host trägt man bei einer lokalen Installation üblicherweise localhost ein. Wird Contao beim Provider installiert, teilt dieser euch die entsprechenden Daten mit. (Wobei übrigens auch beim Provider oftmals der Eintrag localhost richtig ist).

In den beiden Feldern Benutzername und Passwort werden die Zugangsdaten für den MySQL-Server erwartet. Bei einer lokalen XAMPP-Installation gibt man normalerweise als Benutzername root an. Das Passwort-Feld bleibt hier standardmäßig leer.

Den Namen der Datenbank trägt man in das Feld Datenbank ein. Hier gibt man also den Namen an, den man zuvor bei phpMyAdmin eingetragen hat. Übernommen werden die Angaben mit Einstellungen speichern.

Normalerweise sollte jetzt die Meldung Datenbankverbindung hergestellt zu sehen sein.

 

In diesem Fall kann mit der Installation fortgefahren werden. Wird hingegen die Meldung Keine Verbindung zur Datenbank angezeigt, müsst ihr die angegebenen Werte überprüfen und korrigieren.

Weiter geht es mit dem Bereich Tabellen überprüfen. Dort wird standardmäßig die Meldung Die Datenbank ist nicht aktuell eingeblendet. Um die Datenbank zu aktualisieren, aktiviert man alle Kontrollkästchen vor den CREATE-Anweisungen. Mit Datenbank aktualisieren werden die Einstellungen übernommen.

Im nächsten Schritt könnt ihr entscheiden, ob Beispieldatensätze installiert werden sollen. Das bietet sich an, wenn man sich ansehen möchte, wie eine Webseite auf Contao-Basis aufgebaut ist. Ich gehe in diesem und den nächsten Tutorials allerdings davon aus, dass die Beispieldatensätze nicht installiert wurden. Stattdessen wird die Seite von Grund auf neu aufgebaut.

Jetzt wird das Administratorkonto angelegt. Tragt hier die notwendigen Daten ein. Das Passwort muss mindestens acht Zeichen haben. Bei einer lokalen Installation könnt ihr natürlich eine einfache Benutzername-Passwort-Kombination wählen. Sobald Contao aber auf einem öffentlich zugänglichen Server installiert wird, sollte eine sehr sichere Kombination gewählt werden. Denn bekommt jemand unerlaubt Zugriff auf euer Backend, kann er sämtliche Inhalte löschen/verändern.

Mit Ein Administratorkonto erstellen wird das Konto angelegt. Im Erfolgsfall ist anschließend eine entsprechende Meldung zu sehen.

Gratulation! Sie haben Contao erfolgreich installiert. Melden Sie sich nun im Contao-Backend an und prüfen Sie die Systemeinstellungen. Rufen Sie danach Ihre Webseite auf, um sicherzugehen, dass Contao korrekt funktioniert.

Wird diese Meldung angezeigt, könnt ihr Frontend und Backend von Contao aufrufen. Das Frontend lässt sich – wenn Contao tatsächlich in das Unterverzeichnis contao installiert wurde – folgendermaßen öffnen.

http://localhost/contao/

Der Blick ins Frontend der Seite führt momentan allerdings noch nicht zu einem ansehnlichen Ergebnis.

 

Das liegt schlichtweg daran, dass im Backend noch keinerlei Inhalte angelegt wurden. Mehr zu diesem Thema dann in den nächsten Tutorials.

Das Backend ruft man auf, indem man an den Pfad des Frontends ein contao anhängt.

http://localhost/contao/contao

Daraufhin wird die Login-Maske angezeigt. Tragt hier die während der Installation vergebene Kombination aus Benutzername und Passwort ein.

Mit Anmelden könnt ihr euch dann ins Backend der Seite einloggen.

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3 Antworten zu “Contao (Teil 2): Die lokale Installation”

  1. Dominic Asche-Tauscher sagt:

    Danke für die super Anleitung. Hat alles auf Anhieb geklappt. Ging in WAMP alles analog problemlos (WAMP ist deutlich schlanker)

  2. Iloivar sagt:

    Super Tutorial!
    Ich hätte jedoch noch einen Verbesserungsvorschlag für deine Seite. Ich arbeite momentan die Tutorials durch und beim zweiten finde ich es schon „lästig“, auf die Tutorials Seite zurückzugehen um ins nächste zu gelangen. Am Ende von jedem Tutorial ein kleiner Button mit „Hier geht es zum nächsten Teil“ wäre extrem Hilfreich ;-)
    Gruß
    Iloivar

    • Hallo Iloivar, danke für dein Feedback.

      Doch, eigentlich gibt zwischen „Wir empfehlen“ und „Jetzt bist du gefragt“ einen Bereich für ähnlichen Artikel. Dort sollten die anderen Teile auftauchen.

      Das Problem was du geschildert hattest, auch ohne den Bereich „Ähnliche Artikel“, ließe sich nicht anders umsetzen, da die Artikel alle automatisch importiert wurden. Der Zeitaufwand wäre zu groß gewesen, diese anzupassen – nicht allein auf Contao-CMS-Tutorials.de, aber auf unser gesamtes Tutorial-Netzwerk bezogen.

      VG, Dennis

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